Gewerbeverzeichnis Deutschland – Erneute Betrugsversuche

BespielanschreibenAktuell werden Eintragsaktualisierungen in Form von Fax, E-Mail oder auf dem Postweg an Firmen und Unternehmen versendet. In diesen Schreiben werden Sie zur Aktualisierung Ihrer vorhandenen Firmendaten aufgefordert und gebeten, das Formular mit den aktualisierten Daten an den Empfänger zurück zu senden. Durch den professionellen Aufbau der Schreiben erhalten diese einen „amtlichen“ Charakter und vermitteln einen seriösen Eindruck.

Unterhalb der Daten, die zur Erfassung dienen, finden Sie im Kleingedruckten die Hinweise auf Kosten und Vertragslaufzeit. Hierbei kommen bei einer Laufzeit von meist 1 bis 3 Jahren Kosten pro Jahr in Höhe zwischen 200 und 800 Euro, oftmals auch über 1000 Euro zum Vorschein. Auch ist der Vertrag erst nach Ablauf dieser Zeit kündbar.

Aktuell werden Einträge für folgende Gewerbeverzeichnisse suggeriert:

  • Deutsches Gewerbeverzeichnis (www.gewerbeverzeichnis-deutschland.com)
  • Deutsches Gewerbeverzeichnis Baden-Württemberg (und andere Bundesländer)
  • Deutsche Gewerbezentrale
  • Deutscher Infoservice
  • Allgemeines Gewerbeverzeichnis
  • und weitere…


Direkt Betroffen

Als Betreiber der Domain und dem Portal www.gewerbeverzeichnis-deutschland.de sind wir als Anbieter direkt von diesem Problem betroffen. Neben den geschädigten Personen entstehen auch uns Kosten durch diese betrügerische Masche.

Wir erhalten täglich dutzende Anrufe, Faxe und E-Mails mit Beschwerden über die Eintragung, Widersprüche gegen die Eintragung und den Vertrag sowie Abmahnungen von Rechtsanwälten (Die Kosten für eine falsche Abmahnung muss der Antragsteller übernehmen). Auch haben wir bereits einer Staatsanwaltschaft darlegen müssen, dass wir nicht die Verantwortlichen für Anschreiben dieser Form sind.

Durch die Bearbeitung der Anfragen und Beschwerden geht uns wertvolle Arbeitszeit verloren, die wir lieber in den weiteren Ausbau unseres Verzeichnisses investieren würden. Wir können nicht mehr tun als die Betroffenen zu informieren, dass wir nicht der Urheber dieser Schreiben sind.

Seit Start unseres Verzeichnisses im Jahr 2005 haben wir zu keinem Zeitpunkt E-Mails oder Faxe versendet, um eine Eintragung in unser Portal zu erzielen.

Neben dem kostenlosen Standardeintrag bieten wir zwei kostenpflichtige Premiumeinträge an, die jedoch vom Kunden gebucht werden müssen und automatisch nach einem Jahr auslaufen. Erst nach einer erneuten Buchung wird der Vertrag um eine weiteres Jahr verlängert. Die Kosten hierfür belaufen sich je nach Auswahl auf 39 Euro bzw. 99 Euro.

Unsere Bitte an Sie
Sparen Sie sich unnötige Zeit und Kosten indem Sie sich genauestens informieren, wer hinter dem Schreiben steht. Oftmals ist hier ein Unternehmen mit Sitz auf den Seychellen oder Panama angegeben.

Da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, haben wir einige Tipps wie Sie sich schützen können.

  • Informieren Sie sich welches Unternehmen hinter der Anfrage steht.
  • Haben Sie noch niemals etwas von der Eintragung gehört, vergewissern Sie sich das eine vorherige Anmeldung durch Sie, Ihre Online-Agentur oder einen Kollegen vorgenommen wurde. Ist dies nicht der Fall, ignorieren Sie das Schreiben am Besten.
  • Lesen Sie sich das Kleingedruckte genauestens durch.
  • Sollten Sie bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, legen Sie sofort Widerspruch ein.
  • Lassen Sie sich bei Anrufen keinesfalls unter Druck setzten und willigen keiner Eintragung ein.
  • Prüfen Sie den Domainnamen mit Hilfe einer Whois Abfrage um zu erfahren wer der Inhaber der Domain ist.
  • Fragen Sie Ihren Rechtsanwalt was Sie tun können. Es gibt auch schon Urteile gegen diese Masche der Abzocke.


Helfen Sie uns
Wir haben uns dazu entschlossen, an dieser Stelle Anschreiben zu veröffentlichen, die an Unternehmen zugestellt wurden. Sollten Sie eines dieser Anschreiben erhalten haben, können Sie uns dieses gerne per E-Mail zukommen lassen. Wir werden alle relevanten Daten zu Ihrem Unternehmen schwärzen und das Schreiben in einer Bildergalerie veröffentlichen.

Auch wir als Portalbetreiber (Exxact New Media) erhalten derartige Schreiben. Da diese jedoch verschieden aufgebaut sind, und um Bundesländer ergänzt, bitten wir Sie uns zu helfen möglichst viele Formulare zukommen zu lassen.

Nutzen Sie bitte die E-Mail betrug@exxact.de wenn Sie uns unterstützen möchten.

Galerie
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2 comments for “Gewerbeverzeichnis Deutschland – Erneute Betrugsversuche

  1. 19. Mai 2016 at 17:00

    Hallo,

    das ist wirklich unglaublich wie solch ein „Geschäftsmodell“ heut noch funktioniert. Solche Sachen schlagen in unterschiedlichsten Formen im privaten und beruflichen Alltag auf.

    Leider gehen viele Leute mit ihren Daten auch heute nicht sensibel genug um. Hier sind solche Bekanntmachungen wie diese hier, sehr wichtig um das Bewusstsein der Menschen zu schärfen!

  2. 2. April 2016 at 13:19

    Hallo,

    ja, diese Abzocker werden immer dreister…aber solche Schreiben bzw. Aufforderungen etwas bezahlen zu sollen gibt es schon seit Jahren.
    Auch hier gilt als Unternehmer meiner Meinung nach folgendes:
    1. Angebot
    2. Auftrag
    3. Auftragsbestätigung( Ganz wichtig)
    4. Lieferung bzw. Erbringung der Dienstleistung
    5. Rechnung
    6. Bezahlung
    …so…und nicht anders herum.

    Mfg

    Olaf

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